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Was war los in Potsdam
- Mit der Finanzplanung geht es nur schleppend voran und die neue Oberbürgermeisterin hatte sich das wohl anders vorgestellt. Der Umgangston soll auch wesentlich rauer geworden sein, weil viele Stadtverordneten die radikalen Ausgabenminderungen vor allem zu Lasten vulnerablen Gruppen in der Stadt nicht mittragen.
Der von seinen Aufsichtsratsposten entbundene Kämmerer hat diese Ämter weitgehend zurückerhalten – offiziell wird von einem „Missverständnis“ gesprochen (was es nicht war).
- Baustellen ohne Ende an besonderen Knotenpunkten treiben den Verkehrsteilnehmen die Zornesröte ins Gesicht, als wäre die „Rote Welle“ der Ampeln nicht schon Provokation genug.
Nur zu wenigen Tagesrandzeiten hat insbesondere der Autofahrer das Gefühl, dass es überhaupt eine Verkehrsregelung gibt.
Die Baustellen sind sehr üppig eingezäunt und sich teilweise widersprechende Verkehrszeichen in einer Menge aufgestellt, dass man auf die Idee kommen könnte, dass sie zu einem Schnäppchenpreis eingekauft wurden. Aber wenn man sich die Baustellen ansieht, tut sich wenig und lediglich ein paar Bauarbeiter zeugen von einer Minimalbeschäftigung.
Bestes Beispiel ist der Neubau der Nuthe-Brücke über den Horstweg.
Das Verkehrschaos in der Zeppelinstraße ist peinlich. - Ein Test im Bürgerbüro hat gezeigt, dass die Organisation etwas besser läuft – dafür ist die grundsätzlich schlechte Laune der Bediensteten geblieben und man muss nach wie vor für ein Anliegen mehrfach erscheinen.
Den PNN kann man folgende Meldungen entnehmen:
- Die Initiative „Transparente digitale Stadt“ will Informationen über Potsdam einfacher nutzbar machen. Die Initiative sei eine Art „Thinktank der Bürger“, sagt der Zukunftsforscher Jens Hofmann, der das Projekt mit Mitstreitenden ins Leben gerufen hat.
- Potsdams Stadtverwaltung wird noch gut anderthalb Jahre lang nicht im Rathausgebäude in der Friedrich-Ebert-Straße zu finden sein. Das Rathaus wird bis voraussichtlich Anfang 2028 vollständig saniert. So lange sind die Mitarbeiter auf angemietete Standorte verteilt. Der größte ist in der Edisonallee.
- Ein Meilenstein erreicht: Der favorisierte Entwurf für den neuen Potsdamer Brauhausberg-Campus steht fest. Im Juni soll feststehen, wie das von der Plattner-Stiftung finanzierte Vorhaben aussehen soll. Einige Fragen sind bis dahin aber noch zu klären.
- Bei Potsdams Protestanten brennt die Luft: Massive Kritik an geplanter Gemeindereform. Vor der Kreissynode am Wochenende herrscht Unruhe: Aus 14 Gemeinden in Potsdam und dem Umland soll eine einzige werden. Die Gemeinden wollen aber eigenständig bleiben.
- Bevölkerungsrückgang in Potsdam: So wenig Geburten wie in der Nachwendezeit. Der Trend, dass in Potsdam immer weniger Kinder das Licht der Welt erblicken, setzt sich laut dem aktuellen Quartalsbericht fort – und hat sich noch verschärft.
Größeren Zuzug werden durch den leer gefegten Wohnungsmarkt und die dadurch stark gestiegenen Mieten und Immobilienpreise verhindert.
Es bleiben die Feststellungen aus unserer „Dystopie-Analyse“ (mit Update):
- Barrierefreiheit (nach wie vor ein Witz)
- Baustellen ohne Ende
- Erneuerbare Energien 1 (Geothermie, aber bitte nicht so schnell, fossil geht auch) – zumindest tut sich jetzt etwas (Probebohrung am alten Heizwerk).
- Erneuerbare Energien 2 (Photovoltaik, bloß kein Tempo machen, sonst können die Stadtwerke die unverschämt hohen Einnahmen nicht mehr so beliebig artfremd verteilen).
- Garnisonkirche & Rechenzentrum (Irrenhaus gepaart mit dramatischer Geldverschwendung, ein Schauplatz ideologischer Grabenkämpfe). Nun hat auch die evangelische Kirche den Geldhahn zugedreht und wird keine weiteren Millionen in das umstrittene Objekt pumpen.
Die Stadtregierung schindet bis Mitte 2033 Zeit und danach ist ein Abriss des Rechenzentrums die wahrscheinlichste Variante (bestimmt findet man in einer Ritze auch noch Asbest o.dgl.) - Gewerbeamt (unzumutbare Wartezeiten)
- Heizwerk (marode)
- Kampf gegen rechts (bröckelt auf der ganzen Linie).
- Kultur und Soziales (kaputtgespart).
- Neues Stadtquartier Krampnitz: Nach bald 30 Jahren gibt es immer noch keine Planfeststellung für die Tram. Und der Hauptplaner hat jetzt gekündigt.
Die Einzüge in die Wohnungen verzögern sich, weil die Anbindung des neuen Viertels ungenügend ist. - Radwege und Fahrspuren (bitte nur mit spezieller Polsterung befahrbar, teilweise chaotische Wegführung).
- Rechtschaos (wie viele Prozesse hat die Stadtverwaltung eigentlich in den Sand gesetzt – gibt es da eine transparente Kostenzusammenstellung?).
- Schulbauten ohne Platz – dafür sündhaft teure Anmietung wie im Brunnenviertel.
- Stadthauscampus (Neuordnung zurückgestellt, Projekt vorerst beerdigt)
- Verkehrsfluss (Rote Welle pur, lange Wartezeiten bei den Pförtnerampeln).
Der letzte Test zählte 9 rote Ampeln in Folge. - Verkehrswege (Lange Brücke vor dem Zusammenbruch).
- Wohnraum (nur noch was für Reiche, Sozialbindung weg gespart)
- Wärmewende (ein Witz) – Aber: Zumindest scheint Finanzierung einigermaßen sicher zu sein, obwohl die Fördermittel vorerst nicht fließen (Zauberkunststück).
- Wasserpreise sind einsame Spitze und werden drastisch erhöht. Dagegen hilft auch nicht die geplante Rekommunalisierung. Dadurch wird es jetzt noch teurer.
- Die Piraten Potsdam produziert seit fast 9 Jahren (08.2017) diese Brandung-Live Sendungen und unterstützt den LV Brandenburg mit Technik und dem Betrieb der Landesgeschäftsstelle seit dem 01.02.2026 in den eigenen Räumen. Außerdem ist der Rechenschaftsbericht gemäß Parteiengesetz eingereicht.
Was macht der LV Brandenburg?
- Die Einladung zu einem Strategietreffen besteht und noch gibt es nur wenige Rückmeldungen.
- Die Umstellung einiger IT-Systeme nehmen längere Zeit in Anspruch als erwartet (Personalmangel).
- Der Rechenschaftsbericht nach Parteiengesetz wurde fertiggestellt.
- Der neue Kalender des LV Brandenburg ist im Web zu finden: https://www.piratenbrandenburg.de/lvbb_kalender/
Landesvorsitzender Piratenpartei Brandenburg
- Neuer Block, neues Glück?
Hier nimmt sich der 1V etwas Zeit, um über seinen Alltag als 1 V und dessen Kollegen zu sprechen.
Gesundheitliche Beeinträchtigungen machen das Arbeiten schwer.
Piratenpartei Deutschland
- Der Bundesvorstand veröffentlicht jetzt regelmäßig Newsletter und bemüht sich, die Aktivitäten in den sozialen Medien zu verstärken. Aber auch hier herrscht Personalmangel.
- Die Website der Bundespartei soll erneuert werden.
Internationales I – Piraten in Europa (PPEU)
- Keine Neuigkeiten, viele Tools wurden abgeschafft oder sind nunmehr unzugänglich, außer für interne Zwecke. Transparenz war einmal.
- Nur Organisatorisches und der Vorschlag, jeden Montag eine Art Betreuungs-Check-In zu machen, um den Kollegen „Anleitung und Unterstützung bei den Aufgaben aller zu bieten“.Aha.
Internationales II – Piraten in der Welt (PPI)
- Die PPI bringt sich nach wie vor rege in die Diskussionen zur Weltlage ein.
- Das Technikteam hat den Vertrag mit der PPI zum 30. Juni gekündigt und die finanzielle Unterstützung wird ebenfalls beendet.
Internationale Koordination
- Die IK hat zurzeit eine Pause eingelegt.
AOB
- Nächste Sendung (#105) 31.05.2026 – 20.00h MESZ
Titel
Jungle – Carry On
Julia Jacklin – You Were Right
Al Nicol – Marylebone
Ada – Moon Rider
Karen Elson – The Ghost Who Walks
Art d’Ecco – Survival Of The Fittest
Skeleten – Best Of My Love
Joy Crookes – When You Were Mine
Farin Urlaub – Happy 2bD
Daft Punk – Epilogue
Sendung:

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